Samstag, 15. November 2008
Innsbruck - Salzburg 85:44
Bericht folgt.


Das Spiel beginnt mit einem 12:0-Lauf in den ersten zwei Minuten. Fehlwürfe in dieser Phase: Fehlanzeige. Das sollte sich leider ändern. Bis zum Ende des 1. Viertels kommt Linz auf 2 Zähler heran (20:18).
Wir lassen uns dadurch zu sehr verunsichern und spielen ein extrem schwaches 2. Viertel (9:21). Mitte des Viertels verlieren wir die Führung und gehen schließlich mit -10 in die Pause. Auf 12 Punkte in den ersten zwei Spielminuten folgten nur 17 weitere in den nächsten 18!
Hauptursache für die klare Linzer Führung war, dass wir die Gegner in der ersten Halbzeit wieder einmal im Inside-Spiel kaum unter Kontrolle bringen konnten. Das Resultat waren viele einfache Körbe und unnötige Fouls.
Anfang des 3. Viertel präsentieren wir uns wie schon beim ersten Spiel gegen die Linzer neu motiviert. Vor allem die Verteidigung ist deutlich besser als in Halbzeit 1. Bis zur Hälfte des Viertels lassen wir nur zwei Körbe des Gegners zu. Auf Grund unserer schwachen Chancenauswertung machen wir selbst aber auch nur 2 Punkte. Ab Mitte des Viertels gelingt uns allerdings wieder ein 10:0-Run, der uns bis auf 2 Punkte heranbringt. Der Score vor dem Schlussdurchgang lautet 41:45 für Linz.
Auch dieses Viertel gestaltet sich ziemlich turbulent. Zuerst kommen wir wieder auf 2 Punkte dran, dann erlauben wir einen 8:0-Run der Linzer, antworten aber sofort mit 6 Punkten in Folge. Knapp 2 Minuten vor Schluss kommern wir bis auf einen Zähler heran, der Führungswechsel gelingt aber nicht. Eine Unachtsamkeit in der Verteidigung erlaubt es den Linzerinnen ca. 15 Sekunden vor dem Ende auf +3 zu erhöhen. Auszeit! Der geplante schnelle Korb gelingt uns im Gegenzug nicht. Erst mit der Schlusssirene können wir durch einen Korb von Jolanda Nwoha noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Endstand: 59:60 (29:39) für Linz.
Bei einer derart knappen Niederlage besteht natürlich die Versuchung diesen einen Punkt in der Schlussphase "zu suchen" und der ein oder anderen vergebenen Chance nachzutrauern. Im Grunde ist es aber ganz einfach: Wir haben vor allem zu Beginn (offensiv) und in der zweiten Halbzeit (defensiv) sehr starke Phasen gehabt, dazwischen aber immer wieder ziemliche Schwächeperioden. Die Wurfausbeute war über das gesamte Spiel gesehen zu schwach, vor allem in der knappen Schlussphase. Auch die Freiwurfquote war mit 2 von 14 unterirdisch (auch wenn die der Linzer diesmal nicht viel besser war).
Positiv zu vermerken gibt es aber auch einiges: Chiara Grabmayr hat in Halbzeit 2 den Linzer Kapitän Martina Pesl fast komplett aus dem Spiel genommen und durch sehr gute Defense ein Offensiv- und ein technisches Foul "provoziert". Nur ein einziges mal konnte Pesl in der zweiten Halbzeit punkten, das allerdings zum 59:60-Endstand.
Ebenfalls lobenswert ist die Tatsache wie wir uns sowohl im dritten als auch im vierten Viertel von einem 12 bzw. 10 Punkte-Rückstand immer wieder heran gekämpft und nie aufgegeben haben. Am Ende wurde das knapp nicht belohnt.
Mannschaftlich war vor allem die Schlussphase absolut in Ordnung. Anstatt wie so oft mit Einzelaktionen, suchten wir geduldig und durch gutes Passspiel unsere Chancen und bekamen auch viele offene und gute Würfe. Das Problem war die Wurfausbeute, nicht die Auswahl der Würfe.
Wenn wir daran arbeiten (und das werden wir) und die Defense und den Einsatz der zweiten Halbzeit von Beginn an zeigen können, werden wir solche Spiele in Zukunft auch wieder gewinnen.
Schade ist nur, dass es bis zu einer möglichen Revanche gegen Linz vermutlich noch ein paar Monate dauern wird.
Salzburg: Rajkovic 17, Öztürk 13, Gyenge 12, Schneider -cap- 7, Nwoha 6, Grabmayr 4, Trinh
Die nächsten Spiele:
22.11. gegen Matrei (Damen-LL Tirol)
27.11. @ TI u20 (Damen LL-Tirol)
28.11. gegen Wels (wU18)
29.11. gegen Schwaz (Damen LL-Tirol)
P.S.: Danke den Gastgebern aus Kammer, die das Spiel gegen Linz für uns am Ende fast zu einem Heimspiel gemacht haben.