Dienstag, 12. Februar 2008
Beste Saisonleistung reicht wieder nicht zu Sieg
Das Fazit des letzten Wochenendes könnte eigentlich positiv ausfallen. Es bleibt der "Schönheitsfehler", dass wieder kein Sieg eingefahren wurde.
Nach dem Tiefpunkt der Saison (18:82 gegen Gmunden) war es für einige hoch an der Zeit ihre Einstellung grundlegend zu überdenken. In der darauffolgenden Woche wurde 3 mal sehr gut trainiert und so starteten wir voller Motivation ins erste Spiel des Turniers gegen Linz.
Die erste Halbzeit war dann auch eine der besten Leistungen der gesamten Saison. Gute Defense und ein ums andere Mal perfekt und geduldig herausgespielte Chancen im Angriff waren positiv zu vermerken. Einige unnötige Unkonzentriertheiten (Schrittfehler, Ballverluste...) und die Schiedsrichter verhinderten eine Führung zur Halbzeitpause, mit -4 war aber weiterhin alles offen.
In der zweiten Halbzeit schlichen sich dann mehr und mehr dumme Fehler ein. Statt einen Ballgewinn in einfache Lay-ups zu verwandeln, gaben wir die Bälle zu oft durch Fehlpässe und Schrittfehler wieder an den Gegner zurück. Das waren jene Punkte, die am Ende fehlen sollten.
Dennoch muss an dieser Stelle leider auch ein Wort über die (Linzer) Schiedsrichter verloren werden, deren Heimtendenz manchmal derart offensichtlich war, dass man sich eigentlich in Grund und Boden schämen müsste. Selbst als eine unserer Spielerinnen beim Links-Lay-up aus vollem Lauf an der rechten Hand zurückgezogen (nicht bloß gehalten) wurde, war nicht mehr als ein "Wir pfeifen, was wir sehen" zu hören.
Am Ende hatten wir zwei (zum Glück nur harmlos) verletzte Spielerinnen und eine ganze Gallerie an blauen Flecken von Linzer Ellenbogen. Man muss der Mannschaft dennoch ein Kompliment machen, in dieser hektischen Phase Ruhe bewahrt zu haben.
Die Formkurve zeigt deutlich nach oben, für das letzte Turnier in Kammer sollten die Linzer also gewarnt sein.
Im zweiten Spiel ging es gegen TSI Innsbruck. Überrascht über den schwachen Beginn der Innsbrucker, ließen wir einige Chancen ungenutzt, führten aber dennoch über weite Strecken des ersten Viertels. Da ein Sieg gegen die eindeutig stärkste Mannschaft der Liga derzeit trotzdem nicht realistisch ist, wurde in den weiteren Vierteln (wie bereits vor dem Spiel geplant) viel gewechselt und es wurden alle Spielerinnen zum Einsatz gebracht. Dadurch standen oft weniger eingespielte Formationen auf dem Feld und es wurde am Ende etwas deutlicher. Es hat aber keinen Sinn mit 7 oder 8 Spielern auf ein Ergebnis zu spielen, wenn man 12 Spielerinnen hat, die alle ihre Spielpraxis brauchen und auch verdient haben.
Nach diesem Spiel ging es zurück nach Salzburg um unsere Herren gegen Dornbirn zu unterstützen. Dadurch haben wir die Überraschung im letzten Spiel des Tages verpasst: Linz schlägt Kammer mit +3.
Das machte natürlich Hoffnung für unser eigenes Spiel gegen Kammer, zumal wir in Salzburg schon knapp an einer Überraschung dran waren. Es war aber zu erwarten, dass Kammer durch die Niederlage gegen Linz gewarnt sein und deutlich aggressiver zu Werke gehen würde.
So geschah es dann auch. Nach gutem Beginn ließen wir uns von der Presse des Gegners völlig aus dem Konzept bringen. Wenn wir ruhig und überlegt spielten, war die Presse oft mit 2, 3 schnellen Pässen geschlagen und wir konnten einfache Punkte erzielen. Leider passierte das viel zu selten und das Spiel war bereits früh entschieden.
Trotz allem bleibt der Blick nach vorne gerichtet. Salzburg wechselt auf die Überholspur. Wenn wir weiterhin konsequent an uns arbeiten, sieht das Ganze schon bald etwas anders aus.



