Freitag, 13. April 2007
Mit Minus EINS an der Sensation vorbei!
Dramatik pur beim WestCup Finale 2007 der Herren vergangenen Freitag in Schwaz, Tirol: mit einem 90:91 im dritten und entscheidenden Spiel um die Meisterkrone verpassen die Herren der BBU Wüstenrot Salzburg die Sensation gegen den Liga-Favoriten denkbar knapp.
Vor rund 200 begeisterten Zusehern, rund 20 waren mit der BBU aus Salzburg mitgereist, entschieden nach langem, ausgeglichenen Kampf, letztendlich wenige Sekunden über Sieg und Niederlage der beiden besten Teams im heurigen WestCup. In einer nervös geführten Partie erwiesen sich die Tiroler als das abgeklärtere Team, das über die Vormachtstellung unter dem Korb bzw. eine beeindruckende Wurfbilanz aus der Mitteldistanz zum Erfolg fand.
Die Salzburger spielten hingegen druckvoll, hielten sich über teils spektakuläre Einzelaktionen immer in Reichweite zu den Tirolern, vergaben aber im Kombinationsspiel und durch Unkonzentriertheiten im 1:1 jene Chancen, die für den Triumph notwendig gewesen wären.
Bereits im ersten Viertel, das mit 27:26 knapp an die BBU Salzburg ging, zeigte sich, dass das Entscheidungsspiel zu einer Nervenprobe für Spieler und Publikum werden sollte. Zwar nutzten die Siverminers aus Schwaz immer wieder geschickt die eigenen Stärken zur permanenten Führung, jedoch konnten die Gäste aus Salzburg über eine aggressive Defensive eine frühe Vorentscheidung im Spiel verhindern.
Als in der Halbzeit die Teams beim Stand von 47:44 für Schwaz in die Kabinen gingen, war klar, dass an diesem Abend Salzburg nicht wie noch im Heimspiel über ein ebenbürtiges Centerspiel, sondern nur über ihr schnelles Spiel und den permanenten Druck auf die Spielmacher der Silverminers erfolgreich sein würden.
Nach einem ausgeglichenen 3. Viertel und beim Stand von 67:64 für Schwaz schien die Taktik der BBU-Spieler von Erfolg gekrönt zu werden: Spieler um Spieler der Tiroler mussten mit 5 Fouls vorzeitig in die Kabine, während die BBU die zwischenzeitlich deutliche Tiroler Führung wieder ausgleichen konnte.
Als rund 15 Sekunden vor Schluss die BBU beim Stand von Minus 1 in Ballbesitz kam und bei Schwaz vorwiegend Ersatzspieler am Feld waren, schien sich das Blatt noch einmal zugunsten der Herausforderer aus Salzburg zu wenden. Aber: das letzte 1:1 zum Korb mit der Hoffnung auf die entscheidenden Punkte, zumindest aber ein auf Foul des Verteidigers plus Freiwürfe blieb erfolglos. Die Schluss-Sirene beendete danach beim Stand von 91:90 für die Hausherren die Meisterträume der Salzburger.
Nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung der Salzburger, zu der an diesem Abend die entscheidenden Geniestreiche im Kombinationsspiel zum Sieg fehlten, blieb den sichtlich enttäuschten Salzburger Spielern nur der Vizemeistertitel.
TV Silverminers Schwaz vs. BBU Wüstenrot Salzburg 91:90 (26:27, 21:17, 20:20, 24:26) | Werfer für Salzburg: Weissl 27 (4x3er), Hirnböck 18 (4x3er), Berger 17, Stojakovic 14, Ruznic 11, Schubert 3
Endstand Finalserie WestCup (best of three) 2:1 für Schwaz - herzliche Gratulation an die Tiroler auch als Salzburg, der Titel für Euch geht voll in Ordnung!
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Resümee WestCup 06|07
Nach der Gewinn des Salzburger Landesmeistertitels im Vorjahr startete die junge Mannschaft der BBU Wüstenrot Salzburg ehrgeizig, jedoch mit wenig Hoffnung auf eine herausragende Rolle im Herbst in den WestCup 2006/07. Realistisch wurde die Saison zum Lernjahr in einer Liga mit guten und teils bundesligaerfahrenen Teams erklärt. Praktisch kam alles anders.
Bereis im Grunddurchgang, als die BBU Wüstenrot Salzburg dem haushohen Favoriten aus Schwaz die erste Niederlage zufügen konnte und das Playoff-Heimrecht bis ins Finale nur durch die unglückliche Auftaktniederlage gegen Innsbruck vergeben wurde, wuchs die Erkenntnis, dass das Team auch die Sensation schaffen könnte - den Meistertitel.
Nach zwei Siegen gegen BCO Bludenz im Semifinale und dem Gleichstand in der Finalserie gegen Schwaz nach zwei Spielen, konnte das Team um Coach André Bout mit Recht vom Titel träumen. Diese Entwicklung des jungen Teams (Ø rd. 19 Jahre), die zu Beginn der Saison niemand für möglich gehalten hatte, überraschte sowohl Gegner, als auch die Salzburger Basketball-Gemeinde und wird auch durch die knappe Niederlage im Finale nicht geschmälert.
Verantwortlich für diesen Erfolg zeichneten unter anderem Interimstrainer Robert Holm und seinem Nachfolge-Coach Andre Bout, das gesamte Teammanagement um die sportliche Leitung von Wuki Hekl und die Fans, die unermüdlich das Team begleiteten und in jeder Spiel- und Lebenslage für das Team da waren.
Das größte Lob gebührt jedoch den Spielern selbst, allen voran Nationalspieler Matthias Weissl (17), der mit 434 Punkten bester Scorer der Liga war und von den Kollegen und Offiziellen zum MVP im Westcup gewählt wurde. Aber auch die Stützen Martin Schubert, Salnel Ruznic, Sebi Hirnböck, Max Berger, Jasmin Thomas, Christian Ponz, Dusko Stojakovic, Christian Schneider & Co haben in dieser Saison stark zugelegt und ein Versprechen für die Salzburger Basketball-Zukunft abgegeben.
Jungs - BRAVO und DANKE - die Redaktion



