Mittwoch, 12. November 2008
Salzburg - Gmunden 52:59 (23:19)
Das Spiel beginnt schon vor dem Aufwurf turbulent: Ein Großteil unserer Schreibertischutensilien ist verschwunden. Das daraus resultierende (ziemlich peinliche) Chaos ist für die Leistung von Coach und Spielerinnen nicht gerade von Vorteil und bringt gleich zu Beginn eine Unruhe ins Spiel, die wir bis zum Schluss nicht mehr los werden sollten.
Gmunden ist ohne Lazarevic und nur zu sechst angereist, für uns daher eine lösbare Aufgabe. Das Spiel beginnt auf beiden Seiten sehr schwach. Erst gegen Mitte des 1. Viertels erzielen wir die ersten Punkte, gehen dann aber durch einen 14:0-Lauf mit 11 Punkten Vorsprung in die erste Pause. Von da an findet Gmunden immer besser ins Spiel und wir retten nur magere 4 Punkte Plus bis zur Halbzeit.
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit macht Kristina Rajkovic ihr 4. Foul, wir müssen in der Defense umstellen und bekommen den Point Guard des Gegners von diesem Zeitpunkt an nie mehr unter Kontrolle: Johanna Bauer erzielt 20 ihrer 26 Punkte in Halbzeit 2. Das Spiel ist in dieser Phase ausgeglichen, die Führung wechselt ständig. Mit einem Punkt Vorsprung und (dummerweise) ohne verbleibende Auszeit gehen wir ins letzte Viertel.
Mitte dieses Spielabschnitts hat Gmunden einen 8:0-Run. Durch zwei starke Aktionen von Enise Öztürk kommen wir noch einmal auf 47:50 heran, angeführt von Kapitän Johanna Bauer spielt Gmunden den Sieg dann aber recht souverän nach Hause. Endstand: 52:59.
Leider war die verbesserte Mannschaftsleistung der beiden ÖMS-Spiele an diesem Tag nur selten zu erkennen, unser Spiel wieder zu sehr auf Einzelaktionen aufgebaut. Enise Öztürk war offensiv sehr stark und hielt uns durch ihre Treffer immerhin bis knapp vor Schluss im Spiel. Am Ende waren aber auch ihre 30 Punkte zu wenig.
Ziel muss es sein unsere Punkte in den nächsten Partien etwas besser auf alle Spielerinnen zu verteilen. Vor allem gegen die eng stehenden Zonenverteidigungen manch anderer Teams werden wir mit Einzelaktionen nicht sehr weit kommen. Viel zu tun gibt es nach wie vor auch in der Defense-Arbeit. Außer Kristina Rajkovic ist im Moment keine unserer U18-Spielerinnen in der Lage eine Spielerin wie den Gmundner Point Guard im 1 gegen 1 zu halten.
Ein weiteres Handicap ist der äußerst kleine Kader. Bei nur 8 Spielerinnen wirkt sich jede Schwäche oder gar eine Verletzung sofort sehr massiv auf die Leistung der Mannschaft aus. Daran können wir (diese Saison noch) nichts ändern. An allen anderen Dingen werden wir weiter arbeiten. Fehlendes Engament kann man der Mannschaft im Moment sicher nicht nachsagen. Die Saison ist noch lang, Zeit für Erfolgserlebnisse bleibt genug.
Zwar ist Gmunden eine Mannschaft gegen die man verlieren darf, die Niederlage schmerzt in dieser Form allerdings trotzdem. Bis heute 20:00 dürfen wir uns darüber ärgern. Ab dann gilt die Konzentration wieder zu 100% den nächsten Aufgaben: Am Samstag spielen unsere Damen (auf Grund des "kreativen" Spielmodus) in Kammer gegen Innsbruck und Linz.



