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Der Kapitän am Wort

September 28, 2015

Am Feld ist er meist unscheinbar, aber äußerst effektiv: 2.BL-Kapitän Dominik Groß spricht im Interview mit Lorenz Ruppert über den aktuellen Kader, seine Freizeitplanung und das bevorstehende Heimspiel.

 

Dominik, du spielst nun dein viertes Jahr Zweite Bundesliga und bist eine der tragenden Säulen des Teams. Zuvor hast du Salzburger Landesliga gespielt. Wie kam es zu der Enwticklung?

 

Ich habe bis zu meinem 20. Lebensjahr während meinen Zeiten in Kapfenberg und Gmunden sehr viel Zeit in Basketball investiert und aufgrund dessen auch auf viel verzichtet. Es kam einfach ein Punkt an dem ich genug hatte vom vielen Sport und mich auf die Suche nach einem passenden Studium machte. Ich spielte ein Jahr fast keinen Basketball. Danach zog ich nach Salzburg und begann wieder in der Landesliga zu spielen, 2. BL wäre in diesem Moment zeitlich noch nicht möglich gewesen. Es dauerte aber nicht lange bis ich wieder Blut an dieser fantastischen Sportart leckte und Lust bekam wieder auf hohem Niveau zu spielen. Auch die "Scouts" der BBU hatten damals schon ein Auge auf mich geworfen und schlussendlich wurde ich 2012 vom Verein "gedraftet".

 

Nach dem Abgang von Fabio Thaler, der nach Dornbirn gewechselt ist, bist du der neue Kapitän. Welche Veränderungen bringt das für dich mit sich, und was traust du deinen Jungs diese Saison zu?

 

Da ich letztes Jahr schon mit Fabio zusammen Co-Kapitän war, ist es keine zu große Veränderung für mich. Die Verantwortung fühlt sich vielleicht etwas größer an. Durch den Abgang von Fabio, der doch sehr viel und gerne "kommunizierte", ergreife ich sicherlich öfter das Wort als früher und ich muss auch mehr offizielle Kommentare abgeben als letztes Jahr, in dem ich in solchen Situationen oft mehr im Hintergrund blieb. Meine Führungsrolle hingegen hat sich nur wenig geändert denke ich. Diese Aufgabe teilt sich ähnlich wie letztes Jahr auf mehreren Schultern auf.

 

Was ist dein nächstes persönliches, sportliches Ziel?

 

Meine sportlichen Ziele zu Beginn dieser Saison ist es in der Offense aggressiver und gefährlicher zu sein, in Defense konzentrierter zu agieren und besser am Rebound/Box-Out zu arbeiten.

 

Du bist von Beruf auch Physiotherapeut. Kommt dir das als Basketballer zugute?

 

Teilweise ja, zum Beispiel bei der persönlichen Saisonvorbereitung im Sommer vor der Preseason, vermutlich auch bezüglich Verletzungsprophylaxe oder der Beuteilung von "Wehwehchen". Ich denke auch, dass die Mitspieler davon profitieren, einen Physio im Team zu haben. Etwas negativ ist hingegen, dass man dazu neigt jeden Drill und jede Übung, nicht nur in der Therapie, sondern auch beim Basketballtraining zu analysieren und dessen Effektivität zu beurteilen. Das sollte normal besser nur der Coach tun.

 

Wie hat sich das Team verändert. Wie geht es euch mit dem neuen Trainer?

 

Gut! Wir sind alle fit, vermutlich so fit wie seit Jahren nicht mehr, da drückt unser neuer Coach, Christian Raus, schon ordentlich seinen Stempel auf. Sonst ist die Situation dem Anfang von letztem Jahr ähnlich. Man steht erneut mit vielen Abgängen und Neuzugängen, neuem Trainer und vielen jungen Spielern, welche ihre erste BL-Luft schnuppern werden, in der Saison 2015/16 vor einer großen Herausforderung.

 

Wenn du mal den Basketball zur Seite legst: was machst du in deiner Freizeit?

 

Freizeit? Ich bin gerade im Endspurt meines Zweitstudiums Komplementärmedizin, arbeite als Physio in der Igia im Vitaclub süd und spiele fünf von sieben Tage in der Woche Basketball - sehr viel Zeit bleibt da nicht. Im Sommer spiele ich als Ausgleich zum Basketball gern Beachvoleyball und Tennis oder gehe klettern, während der Saison komme ich leider nur selten dazu. Prinzipiell verbringe ich die Freizeit die ich habe gern mit meiner Freundin, Freunden oder Familie. Ich schaue gelegentlich Filme oder Serien, spiele gern Brettspiele, surfe viel im Internet und gehe gern gut essen.

 

Vor wenigen Tagen lief ja noch die Basketball-EM, leider ohne österreichische Beteiligung. Allerdings hat man eine vielversprechende Qualifikation gespielt, auch sind viele Spieler im europäischen Ausland sehr erfolgreich. Wie siehst du die Entwicklung des Basketballs hierzulande?

 

Basketball entwickelt sich hierzulande gut, jedoch meiner Meinung etwas langsam... Das Nationalteamm wurde in den letzten Jahren stark verjüngt, was ich super finde. Richtig schade war, dass Österreich die EM Qualifikation so knapp verpasst hat. Ich denke um den Sport populärer zu machen, braucht es noch mehr "Aushängeschilder" auf internationaler Bühne. Basketball ist eine sehr spannende Sportart, als Spieler als auch als Zuschauer - das bezeugt fast jeder schon beim ersten Mal zuschauen. Nur kommen zu wenige auf die Idee das zu tun. Sollte es Jakob Pöltl tatsächlich in die NBA schaffen, hoffe ich sehr auf mehr mediale Präsenz um den Sport in Österreich populärer zu machen und mehr Personen zu diesem genialen Sport zu führen.

 

Hast du noch eine Botschaft an die Fans?

 

Ich weiß nicht ob das jedem bewusst ist, aber als Spieler fühlt es sich verdammt cool an, bei Heimspielen vor so einer lautstarken Menge an Zuschauer Basketball zu spielen - das macht das Ganze erst zu etwas Besonderem - nur wenige Mannschaften in der 2. Liga genießen dieses Privileg. Ich freue mich schon wieder die vieler Gesichter in der Halle zu sehen. Wir zählen auch dieses Jahr wieder auf euer zahlreiches Kommen!

 

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