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Waldemar "Wuki" Hekl im Interview

November 2, 2015

In unserer Reihe der Trainervorstellungen ist heute eine echte Legende am Wort: Waldemar "Wuki" Hekl ist gefühlt seit der Etablierung des Basketballsport in Österreich nach dem 2. Weltkrieg mit dabei. In der Realität werkt er natürlich noch nicht ganz so lange in und um Salzburg, aber schon lange genug, um sich einen "Legendenstatus" erarbeitet zu haben. Im Interview verrät er uns vor allem seine Ansichten und Konzepte als langjähriger U12 Trainer.

 

 Die U12 mit Wuki (links außen) und Lorenz Ruppert (rechts außen).

 

 

Waldemar, du bist schon seit vielen Jahren Trainer, in den letzten 5 Jahren betreust du die U12. Worauf kommt es beim Training mit dieser Altersgruppe besonders an?

 

Basics, Basics, Basics und wieder Basics!

 

Will heißen:

dass die Grundlage für alles in diesem Sport die perfekte Koordination des eigenen Körpers ist,

dass Basketball in allen Phasen unglaublich bewegungsaufwändig betrieben werden muss,

dass es eine Zahl von Optionen für jede Situation im Spiel gibt – es nur die Beste zu finden gilt,

dass das wichtigste Prinzip auf dem Spielfeld jenes von Aktion und Reaktion ist,

dass das Erlernen der Teilbereiche in kleinen Schritten, aber sehr spielerspezifisch erfolgen muss,

dass Körbe erzielen nur ein kleiner, aber durchaus wesentlicher Aspekt im Spiel ist,

dass jede und jeder eine Spielerpersönlichkeit werden soll und auch muss, also kein „Wasserträger“,

dass aber das Team trotz allem über dem Einzelnen steht,

dass Geduld, Wille und Ausdauer wesentliche Grundeigenschaften eines guten Spielers sind und

dass uns allen dieses Spiel immer Spaß und Freude machen sollte!

 

Welche Ziele willst du mit deinem U12-Team erreichen?

 

Mit der Mannschaft als solche will ich gar nichts erreichen bzw. stehen diese Ziele nicht im Vordergrund. Als Trainer möchte ich allen Mädels und Jungs eine profunde Grundausbildung zukommen lassen. Hier interessiert mich ausschließlich die persönliche Entwicklung der einzelnen Spieler. Jede und Jeder soll auf seine und ihre Weise gut werden und das auch wissen – alles andere kommt von allein.

 

Was reizt dich am Training mit Kindern, die hier meist neu zum Basketball stoßen?

 

Ihre „Unverdorbenheit“ - und dass sie echte Freunde sein wollen und auch sind.

 

Nun hast du mit Lorenz Ruppert einen jungen Trainer-Neuling an deiner Seite. Hier treffen Erfahrung und neue Energie aufeinander. Eigentlich eine Win-win-Situation, oder?

 

Ein Team erzeugt immer eine Win-win-Situation. Allein die Tatsache, dass hier ein produktiver Austausch stattfinden kann und wird ist ein unglaublicher Gewinn.

 

Du hast gemeinsam mit Moni, Wolfi und Ali das Basketball-Konzept für "Schule und Sport" entwickelt, bei dem u.a. auch Jamie Kohn sehr aktiv ist. Hier wird durch Schulbesuche Kindern der Basketballsport in vereinfachter Form spielerisch nähergebracht. Wie kam es zu der Aktion? Und wie wird das aufgenommen?

 

Das Konzept „Base-ketball“ ist absolut genial für Schulen, da es den Kindern und Lehrern die Angst vor dem Damoklesschwert der technischen Feinheiten dieses Ballspieles nimmt. Damit kann mühelos eine ganze Klasse, die ganze Einheit von zwei Stunden lang durch nur eine Person in Bewegung gehalten werden – und alle, alle haben ein Lächeln – bei aller Anstrengung auf den Lippen. Keiner ist überfordert, auch nicht die Schwächeren in der Gruppe. Und die Lehrer, die können gar nicht glauben, was sie da sehen und Jamie ist sowieso spitze!

 

Die BBU Salzburg feiert dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum. Du warst damals maßgeblich beteiligt, als sich der UBBC und ULG zusammenschlossen. Wie lief das damals ab?

 

Es war einfach der Versuch, alle Möglichkeiten des Salzburger Basketballs zu bündeln und die Bundesliga in Salzburg wieder auf zwei kräftige Beine zu stellen.

 

Du bist nicht nur im Basketball ehrenamtlich, sondern auch beruflich als Architekt tätig. Da bleibt vermutlich nicht mehr viel freie Zeit. Wie nutzt du diese?

 

Ich mache alles, was mit Bewegung zu tun hat, sowohl körperlich, als auch geistig, denn ich liebe Dynamik.

 

Was war für dich dein persönliches Highlight in deiner sportlichen Karriere?

 

Als Spieler die Bundesliga. Als Coach der 3. Platz U18 bei der ÖM 1995/96 (Anm.: nur vom späteren österreichischen Meister um 6 Punkte geschlagen). Als Trainer jedes einzelne Training, das ich halten werde.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

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