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Minnesota als NBA Lieblingsteam?!

November 11, 2015

Next please! Und wieder möchten wir euch heute einen weiteren Coach vorstellen: Wolfgang Stöglehner kann man schon fast als BBU-Urgestein bezeichnen. Der Oberösterreicher stand zuerst im Bundesligakader, danach engagierte er sich immer mehr als Trainer und wurde schließlich auch Vorstandsmitglied. Im Interview mit Lorenz Ruppert gibt der aktuelle U19 Coach Einblicke in seine Arbeit:

 

 Die U19 mit Coach Stöglehner (rechts).

 

Coach Stöglehner, die ÖMS Saison hat mit einem Heimspiel begonnen. Dabei habt ihr in einem spannenden Spiel gegen die Oberwart Gunners am Ende knapp verloren. Was hat gefehlt zum Sieg?

 

Bei einer Niederlage, aber auch einem Sieg, kommt es immer auf sehr viele verschiedene Faktoren an. Was ich über die Leistung am Feld sagen kann, so waren für mich ganz klar Rebounding und Turnovers die bestimmenden Faktoren für diese Niederlage. Dafür verantwortlich sind aber sicherlich auch mangelnde Spielpraxis und das Zusammenspiel als Team. Denn das erste ÖMS Spiel war für uns gleichzeitig auch das erste Saisonspiel. In der Preseason hatten wir nur ein Vorbereitungsspiel mit der „halben“ Mannschaft, außerdem musste das Team nach der Übernahme von Coach Ljubinkovic erstmal meinen Spielstil erarbeiten.

 

Aber ich bin kein Coach, der sich lange mit Negativem beschäftigt. Natürlich versucht man an seinen Schwächen zu arbeiten, aber ich versuche hauptsächlich unsere Stärken auszubauen. Und das Fazit zu diesem Spiel ist sicherlich kein negatives: Die Mannschaft hat Leidenschaft und enormen Einsatz gezeigt, Grundsatz Nummer Eins für mich um sich zu verbessern. Damit bin ich für’s erste sehr zufrieden, das wissen auch meine Jungs.


Letzte Saison war ja im Viertelfinale Schluss für die U19. Die Top 8 in Österreich wurde damit erreicht und die U19 hat in der Liga überrascht. Was ist dieses Jahr euer Ziel für diese Saison?

 

Grundsätzlich ist jedes Jahr im Nachwuchs ein neues Jahr. Mit Ergebnissen in den Vorjahren kann man sich schlecht vergleichen. So sind auch bei uns mit Keca, Marcinkovic und Andjelkovic drei Stammspieler aus der U19 weggefallen. Die Spieler müssen daher erst in ihre neuen Rollen finden. Sicherlich gibt es erfahrene Spieler, welche schon zwei oder mehr Jahre U19 Erfahrung haben, aber auch welche, die ihr Debut geben. Und wenn dann drei Spieler, die zwischen 60-80% der Punkte auflegen wegfallen, ist das sicher keine kleine Umstellung.

 

Nichts desto trotz haben wir ein eindeutiges gemeinsames Ziel und das lautet jedes Spiel im Rahmen unserer Fähigkeiten bestmöglich zu spielen. Der Rest wird sich zeigen, ob Sieg oder Niederlage, Top 16, 8 oder Final 4. 

 

Mit Alex Plut, Bojan Milojevic und Julian Haas sind auch drei Bundesliga-Spieler in deiner Mannschaft, andere Spieler konnten sich letzte Saison im A-Kader präsentieren. Du stellst mit der U19 die letzte Etappe vor der Bundesliga dar – in die es nicht jeder aus dem U-Bereich im Anschluss schafft. Was gibst du diesen Spielern mit auf ihren Weg?

 

Natürlich ist es Ziel des Vereins möglichst vielen Spielern den Sprung in den Bundesligakader zu ermöglichen. Ich denke aber nicht, dass es nur wichtig ist auf welchem Level man Basketball spielt sondern auch, dass junge Menschen etwas mit Begeisterung verfolgen können das sie lieben. Was alle Spieler daher gleichermaßen mitbekommen ist Basketball, Basketball und nochmals Basketball. Und dieses Paket ist vollgepackt mit Freundschaften, Freude, Teamgeist, Engagement, Bewegung, Konzentration, Kommunikation, Ausgleich usw. Viele Faktoren die im späteren Leben auch von großer Bedeutung sein werden. 

 

Du hast ja selbst bis vor 2 Jahren bei der BBU Salzburg in der 2. Bundesliga gespielt. Wie bist du denn überhaupt zum Basketball gekommen?

 

Eigentlich ganz einfach: Mein sieben Jahre älterer Bruder hat Basketball mit 15 begonnen. Er hat mir Zuhause vieles gezeigt und mich später auch zum Verein gebracht.

 

Wie kam es zu der Entscheidung nun als Trainer tätig zu sein – und vermisst du nicht auch manchmal das Spielfeld?

 

Vor zwei Jahren musste ich eine Entscheidung treffen: Spieler oder Trainer. Während meiner Studienzeit konnte ich locker beides unter einen Hut bringen. Danach aus beruflichen Gründen nicht mehr. Die Wahl fiel mir dann eigentlich nicht schwer. Die Überlegung war: lasse ich zwölf Jungs im Stich, um selbst spielen?

 

Das Spielfeld geht mir aber dennoch oft ab, auch wenn ich jetzt Landesliga bei Lokomotive Salzburg spiele. Ich schaffe es nicht zu allen Trainings, und die Anzahl der Spiele bzw. das Niveau ist mit dem der Bundesliga nicht zu vergleichen. Ungleich schwerer wird es, wenn ich mir die Bundesligaspiele ansehe. Nichtsdestotrotz denke ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich hatte nie das Ziel als Basketballer Profi zu werden, sonst hätte ich in meiner Jugend andere Schritte gesetzt. 

 

Was machst du, wenn du nicht in der Halle stehst?

 

Konkret bleibt hier nicht viel Zeit übrig. Mit fünf Trainings die Woche und mit dem Beruf als Sport- und Bewegungslehrer fühlt man sich schon als würde man in der Halle wohnen. Aber grundsätzlich besteht meine Freizeit aus viel Sport und Freunden: also Basketball, Tennis, Fußball, Badminton, Laufen etc. und abends mal ein gemütlicher Radler mit den Kumpels.

 

Vor kurzem hat die NBA-Saison wieder begonnen. Dort zählen neben dem amtierenden Meister, den Golden State Warriors um MVP Stephen Curry aus San Francisco, die Cleveland Cavaliers um Superstar LeBron James zu den heißesten Titelkandidaten. Hast du dort ein Lieblingsteam? Und was glaubst du: schaffen die Warriors den Repeat, oder siehst du am Ende eine andere Mannschaft ganz oben?

 

Ich verfolge die NBA zu wenig, um hier eine Prognose abgeben zu können. Ich interessiere mich mehr für den europäischen Basketball. Dennoch ist LeBron einer meiner Lieblingsspieler und unabhängig davon in welcher Mannschaft er gerade spielt, denke ich, dass das Team schonmal in einer guten Ausgangsposition ist, um den Titel zu holen. Wenn du mich nach einem Lieblingsteam fragst, dann ist die Antwort ganz klar Minnesota.

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