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Lenker und Denker

December 11, 2015

Mit 4,1 Assists pro Partie ist BBU Point Guard Bojan Sormaz unter den Top 10 der Liga. Der "Lenker und Denker" des Teams verrät uns im Interview, welche Regel des Coaches ihm das Leben besonders schwer macht.

 

Bojan, nach einem furiosen Start in die Saison liefen die Dinge nicht mehr so ganz wie erhofft. Zur Halbzeit der Saison steht ihr auf dem zehnten Platz mit einem Ergebnis von 3/7. Was denkst du darüber?

 

Wir sind sehr stark in die Saison gestartet. Auch wenn wir gegen Mattersburg verloren haben, haben wir dennoch gezeigt, dass wir ein starkes Team sind. Danach hatten wir zwei wichtige Siege, bei denen alle Spieler gezeigt haben was sie können und ihren Teil beigetragen haben. Der Wendepunkt für uns war die Niederlage gegen KOS Celovec, da wir das Spiel zuhause noch aus der Hand gegeben haben. Wir wissen, dass wir, wenn wir unser Spiel durchziehen, jedes Team in der Liga schlagen können. Aber aus jeder Niederlage nehmen wir etwas mit, lernen und versuchen uns zu verbessern, sodass wir beim nächsten Mal besser sind. Wir können niemand anderem die Schuld geben außer uns selbst, aber die Zeit, in der wir mehrere Auswärtsspiele inklusive Cup-Spiel hatten, hat den Druck erhöht und war nicht ganz einfach. Jetzt bereiten wir uns auf die bevorstehenden drei Heimspiele vor, bei denen wir versuchen werden, die Siegermentalität zurückzubekommen.

 

Das morgige Spiel geht wieder gegen Mistelbach. Ihr habt am Wochenende gegen sie mit zehn Punkten verloren, nachdem sie im dritten Viertel entfesselt gespielt haben. Diesen Samstag werden allerdings Jozef und Jessie zurück sein, außerdem spielt ihr nach sechs langen Wochen endlich wieder zuhause. Eine gute Chance zurückzuschlagen. Was wollt ihr diesmal anders machen?

 

Wir sind gut in das Spiel gestartet, haben gute Verteidigung gespielt, aber das Fehlen von Spielern hat uns weh getan – Mistelbach hat das ausgenutzt. Jeder Spieler in der Mannschaft ist wichtig und jeder trägt seinen Teil bei. Jozef und Jessie werden uns am Samstag eine große Hilfe sein. Wir wollen gewinnen und ich hoffe, dass uns die Fans in Salzburg unterstützen werden, denn das brauchen wir.

 

Du bist ein Top-10-Assistant auf dem Spielfeld in der Liga. Deine Punkteausbeute hat allerdings einen einen auffällig starken wellenartigen Verlauf mit einem Höhepunkt nach jedem dritten Spiel. Hast du für dieses Phänomen eine Erklärung?

 

Ja, das hat etwas mit Art zu tun, mit der ich eigentlich spielen sollte. In der Ersten Liga habe ich immer die besten Aufbauspieler verteidigt, weshalb das Scoring für mich nie das Wichtigste war. Ich setze gerne andere Leute in Szene und mache ein paar schöne Pässe, suche nach offenen Leuten. Momentan fokussiere ich mich vermehrt auf das Punkten und auf harte Verteidigung. Wir haben viele gute Spieler im Team; wichtig ist jetzt, dass jeder seine Rolle findet, aber wir sind auf einem guten Weg dahin. Was auch immer der Coach von mir will: ich bin bereit dem Team zu helfen, egal ob in der Verteidigung, durch Assists oder Punkte – ich werde immer mein Bestes geben bei dem was von mir verlangt wird!

 

Du kommst aus Subotica, Serbiens fünftgrößte Stadt. Serbien ist bekannt dafür, dass Basketball dort eine Art "Religion" ist. Wie sehen dort im Sommer die Basketballplätze aus?

 

Subotica ist voll mit Basketballplätzen. Im Sommer kommt jeder, der in ausländischen Ligen spielt, nach Hause, weshalb die Plätze für zwei Monate fast täglich voll sind – besonders an Wochenenden. Es finden auch viele Turniere wie 3x3 statt. Basketball lebt im ganzen Land – ich liebe es!

 

Du hast für verschiedene Vereine in ganz Europa gespielt, etwa für Schalke 04 in Deutschland, oder für die Stockholm White Eagles aus Schweden. Kann irgendeine Stadt mit dem wunderschönen Salzburg mithalten?

 

Salzburg ist eine schöne Stadt! Ja, ich habe in vielen Städten gespielt, aber zwei Orte, die neben Salzburg besonders hervorstechen, sind Stockholm und Budapest. Warst du jemals dort? Jede Stadt für die ich spielte hat einen positiven Erfahrung in meinem Leben, und ich fühle mich großartig, wenn ich zurückblicke. Aber Salzburg ist momentan ganz oben.

 

Wenn du nicht in der Halle stehst, was machst du?

 

Wenn ich nicht in der Halle bin, dann gehe ich gerne spazieren, höre Musik, skype mit Familie, Freunden und meiner Freundin. Ich nutze den Tag gerne voll aus und genieße ihn.

 

Weihnachten ist nicht mehr weit. Gerüchten zufolge will Coach Raus, dass die Spieler auf ihre Ernährung achten. Das bedeutet also kein Lebkuchen und keine Weihnachtsgans, oder gibt es für die Weihnachtsfeiertage eine Ausnahme?

 

Ja, der Coach hat Regeln für unser Essen damit wir gesund bleiben...aber er weiß, dass es manchmal schwer sein wird zu leckerem hausgemachten Essen „Nein!“ zu sagen, wenn man über Weihnachten Zeit mit der Familie verbringt...mmmmmh. Trotzdem werde ich auf jeden Fall darauf achten was ich esse.

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