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Stille Wasser sind tief

February 8, 2016

Er ist erst 19 Jahre jung, sehr still, aber ein harter Arbeiter: Kenan Gracanin zog letzten Sommer aus Bosnien nach Österreich um in Salzburg zu studieren. Mit seinem Einsatz und harter Arbeit hat sich der Youngster bereits einen Platz und Spielminuten in der Bundesliga erarbeitet.

 

Kenan, am Samstag hattet ihr wieder die Chance auf einen wichtigen Sieg in Richtung Playoffs.

Die Revanche gegen KOS Celovec hat aber auch nicht geklappt. Waren es nur die Ballverluste, die das Spiel entschieden haben?

 

Es war eine harte Niederlage; jetzt befinden wir uns auf der Kippe was die Playoffs angeht, aber wir können es immer noch schaffen. Die Ballverluste waren der größte Faktor, aber nicht der einzige: wir haben gute Defense gespielt, aber offensiv war das einfach nicht unser Tag. In der ersten Hälfte haben wir gut gespielt; es war sehr eng. Im dritten Viertel haben sie dann aber einige schwierige Würfe getroffen. Das hat uns das Genick gebrochen; danach haben wir nichts mehr auf die Reihe bekommen.

 

Kann man auch etwas Positives aus dem Spiel mitnehmen?

 

Ich glaube, dass uns das eine Lehre sein muss. Niemand wird uns den Sieg schenken. Wir müssen hart um jeden Ball kämpfen, und wir sollten niemals aufgeben, auch wenn wir mit zwanzig Punkten hinten liegen.

 

Das nächste Spiel wird nicht leichter. Am Samstag geht es in der SH Alpenstraße um 18:30 Uhr gegen den aktuellen Tabellenführer, die Dragons aus St. Pölten. Welche Rolle kommt diesem Spiel für das Team zu?

 

Ja, das wird ein hartes Spiel. Aber es ist ein Heimspiel, und wir müssen jedes Team zuhause schlagen. Wenn wir dieses Spiel gewinnen sollten, dann würde uns das sehr viel helfen. Aber es geht gegen einen schweren Gegner; wir müssen uns weiter steigern. Es wird ein interessantes Spiel werden.

 

Was machst du, wenn du nicht gerade trainierst?

 

Ich habe keine nennenswerten Hobbies; ich bleibe am liebsten konzentriert beim Basketball. Aber in meiner Freizeit verbringe ich sehr gerne Zeit mit meiner Familie; ich habe hier in Salzburg viele Verwandte.

 

Wie bist du denn zum Basketball gekommen?

 

Naja, mein Vater war Basketballspieler in Bosnien. Nach seiner Karriere hat er angefangen in einem Verein in der Nähe zu trainieren. Sein erster Tag als Trainer war dann mein erster Tag im Training. Es hat alles als Spaß angefangen, aber mittlerweile ist es mehr als das.

 

Dein Bruder spielt auch Basketball, und zwar in Bosnien. Inwiefern hat er deinen Spielstil beeinflusst?

 

Mein Bruder spielt immer noch Basketball in meiner Heimatstadt. Er ist vier Jahre älter als ich, auch ist er größer und stärker. Als wir jünger waren haben wir viel Eins-gegen-Eins gespielt, weshalb ich irgendwie versuchen musste, gegen ihn zu punkten und ihn zu schlagen. Das hat mir viel geholfen, da ich dadurch gelernt habe, wie ich gegen größere Spieler spielen muss. Und ich habe auch gelernt mich durchzubeißen.

 

Du kommst aus Bihac in Bosnien und Herzegowina, wo es auch zwei Brauereien gibt. Kann bosnisches Bier mit österreichischem oder deutschem mithalten?

 

Meine Heimatstadt hat das beste Bier überhaupt. Ich habe noch nicht viele Biere hier probiert, aber so werde ich wohl immer denken. Allerdings waren die Biere, die ich probiert habe, sehr gut (grinst).

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