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Erstes Testspiel steht vor der Tür

September 1, 2016

Seit gut zehn Tagen schwitzen die BBU-Bundesligaspieler unter dem neuen Headcoach Saulius Vadopalas in der Preseason. Kommenden Samstag steht auswärts das erste Testspiel gegen die Bad Aibling Fireballs (2. Regionalliga Deutschland) auf dem Programm.



Bisher läuft die Vorbereitung soweit gut, doch es gibt auch weniger schöne Neuigkeiten: Youngster Kenan Gracanin musste völlig überraschend aufgrund von privaten Problemen zurück in seine Heimat Bosnien und eine Rückkehr ist derzeit unwahrscheinlich. Damit verliert die BBU eine Zukunfthoffnung auf der Point Guard Position und muss nun wenige Wochen vor Saisonstart einen Ersatz finden. Zusätzlich sind die Verhandlungen mit Jamie Kohn bisher erfolglos geblieben. Das seit Monaten bestehende Angebot der BBU wurde bis zur Deadline nicht akzeptiert, insofern steht keine Einigung im Raum.

 

 



Trotzdem bzw. gerade deshalb haben wir den neuen Headcoach Saulius Vadopalas nach seinen ersten Tagen in Salzburg zum Interview gebeten:

Saulius, was zeichnet deine Arbeit aus, wie sieht deine Basketball-Philosophie aus?

Ich halte nicht viel von Vergangenem, jeder muss sich bei mir beweisen – egal ob du Olympiasieger oder Nachwuchsspieler bist. Auf dem Court zeigt sich, wer du bist. Ich mag Spieler, die hart an sich selbst arbeiten, da ist es egal auf welchem Niveau du bist. Faulenzer kann ich nicht ausstehen. Selbstkritik ist sehr wichtig, auch mir selbst.

Was kennzeichnet dein Training?

Ich habe einen groben Trainingsplan, doch der ist nicht streng abgesteckt. Es muss nicht immer alles klappen, denn ich bin auch sehr experimentierfreudig und habe ein offenes Ohr für die Spieler und Trainerkollegen – jede Meinung ist mir wichtig. Man muss sich auf die verschiedenen Spieler im Team einstellen. Es bringt nichts nur stumpf einen Plan durchzuziehen. Ich setze auf harte Arbeit, Disziplin und Kommunikation.

Was ist dein Ziel?

Wie kannst du deinen nächsten Gegner besiegen? Egal wen! Das war immer mein Ziel und wird es auch bleiben.

Wie ist dein Kurz-Fazit nach zehn Tagen Training?

Wir sind noch am Anfang und müssen noch viel machen, jedoch Schritt für Schritt. Eine neue Umgebung und ein neues Team sind immer schwierig. Man muss unter diesen Bedingungen ein fixes Arbeitssystem finden, um erfolgreich zu werden. Es ist wichtig, sich untereinander gut zu kennen, denn nur so kann man besser werden. Ich will ein hartes Team bilden, gegen das der Gegner keine Lust hat zu spielen. Bei vier Mal Training in der Woche fehlt mir jedoch immer etwas Zeit. Die Spieler bekommen nicht viel Geld, sie studieren oder arbeiten nebenbei. Eigentlich müsste ich ihnen dankbar sein, dass sie bislang so motiviert bei jeder Einheit dabei sind.

Wie wichtig sind die kommenden Testspiele?

Es ist mir eigentlich egal gegen wen wir spielen. Wichtig ist, sich ein Bild vom Team unter Wettkampfbedingungen zu machen. Jeder muss seine Rolle in der Mannschaft lernen und verinnerlichen – jeder muss seine Hausaufgaben machen. Am Ende ist es wichtig, gut in die Saison zu starten und nicht, wie man in den Testspielen abschneidet. Für mich zählt vorerst die Entwicklung und nicht das Ergebnis.

Welcher Spieler kann Führungsaufgaben übernehmen?

Das ist jetzt noch früh, wir werden sehen. Welches Potenzial hat der BBU-Nachwuchs? Es gibt einige interessante Nachwuchsspieler, Namen werde ich aber nicht nennen. Die Jungen müssen aber hart arbeiten und dürfen sich nicht auf dem vorhandenen Talent ausruhen. Schule, Uni oder Arbeit sind genauso wichtig für die Entwicklung und dürfen nicht vernachlässigt werden. Ich habe ein offenes Ohr, helfe und berate junge Spieler gern mit meiner langjährigen Erfahrung.

Warum bist du nach Salzburg zurückgekehrt?

Meine lange Trainerkarriere geht allmählich zu Ende. Die BBU Salzburg ist meine letzte Station und ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und ich freue mich, hier bei der BBU und in Salzburg zu sein. Wir haben hier auch ein Haus und ich fühle mich sehr wohl.

Wann und wie lenkst du dich vom Basketball ab?

Im Sommer schalte ich nach einer harten und langen Saison immer komplett vom Basketball ab. Aber dann beginnt auch gleich wieder die Vorbereitung, wenn das Feuer wieder lodert. Am Mattsee und Mondsee kann ich in der Freizeit mit Familie und Freunden gut entspannen.

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