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Ungarische Distanzwurfpower

January 16, 2016

Balázs Nagy ist ein stiller, aber ehrgeiziger Kerl. Nach zwei Jahren Basketballabstinenz hat sich der Ungar wieder fit gemacht und ist nicht zuletzt für seine Gefährlichkeit jenseits der 3er Linie bekannt. Für die BBU war der 25-Jährige auf jeden Fall ein Glücksgriff.

 

 

Balázs, ihr seid gut in das Jahr gestartet und konntet die Dornbirn Lions mit Ex-Coach Ljubinkovic und Ex-Kapitän Thaler letzten Samstag zuhause besiegen. Was war der Schlüssel zum Erfolg?

Wir konnten wie eine richtige Mannschaft spielen: sechs Spieler von uns konnten zweistellig punkten – das spricht für eine super Teamleistung. Wenn nur ein Spieler viele Punkte macht, dann verlieren wir meistens.

Du warst im Spiel zweitbester Scorer für die BBU – das bist du im Schnitt auch im Saisonverlauf. Was macht dich in der Offensive so gefährlich?

Ich versuche einfach nur der Mannschaft zu helfen. Sicherlich tragen dazu auch mein Dreipunktewurf und meine Freiwurfstärke bei.

Heute spielt ihr auswärts bei den Vienna D. C. Timberwolves. Den amtierenden Meister konntet ihr zu Beginn der Saison schlagen. Wie hoch ist die Chance, dass euch das noch einmal gelingt?

Wir konnten sie schon einmal schlagen, haben dann aber im Cup in Wien verloren. Dort haben wir eine ziemliche Klatsche kassiert. Das soll heute auf keinen Fall noch einmal passieren lassen.

Vor dieser Saison konntest du fast zwei Jahre lang kein Basketball spielen. Wie schwer war es für dich, deinen Rhythmus wiederzufinden?

Diese zwei Jahre waren zu viel. Ich habe den Basketball sehr vermisst. Früher war ich nur Spieler und Trainer für Kinder in Ungarn. Jetzt muss ich neben dem Sport auch arbeiten. Deshalb dauerte es länger als gedacht, meinen Rhythmus wiederzufinden. Aber ich fühle mich schon deutlich besser, fitter und stärker als noch im August. Auf jeden Fall werde ich kommenden Sommer einiges an Zusatztraining machen. Nächste Saison will ich noch besser spielen...

Du kommst ja gebürtig aus Ungarn. Dort hast du schon in der ersten und zweiten Liga gespielt. Wie stark ist die Österreichische Zweite Bundesliga dazu im Vergleich?

Gute Frage, das würde mich auch interessieren. Es wäre super ein Testspiel gegen eine ungarische Mannschaft zu spielen. Aber ich schätze eine ungarische Zweitliga-Mannschaft im Schnitt ein bisschen stärker ein, als eine österreichische.

Wie bist du denn überhaupt zum Basketball gekommen?

Ein Trainer hat meine Schule besucht und Kinder für Basketball angeworben. Da hatte ich mich auch angemeldet. Nachdem ich sagte, dass ich da gerne mitmachen würde, durfte ich am nächsten Tag gleich mittrainieren. Später kamen dann noch Trainer von anderen Sportarten, aber denen sagte ich, dass ich bereits Basketballspieler bin.

Nächste Woche ist ja spielfrei. Was machst du so in deiner Freizeit?

Ein guter Freund wird mich aus Ungarn besuchen. Ich werde ihm ein bisschen diese wunderbare Stadt zeigen.

Zum Abschluss noch ein Schwenk zum Fußball: Ungarn hat sich mit Kult-Keeper Király nach 44 Jahren endlich wieder für eine EM-Endrunde qualifiziert. Dort trifft sie neben den Isländern sowie den Portugiesen um Superstar Christiano Ronaldo auch auf die Österreicher, die eine furiose Qualifikation gespielt haben. Was traust du deinen Landsleuten zu – und wer gewinnt das Duell?

Ich bin kein so großer Fußballfan. Aber es ist eine sehr große Leistung für Ungarn wieder bei einer Europameisterschaft dabei zu sein. Leider wird mein Lieblingsspieler Lengyel Béla nicht in der Nationalmannschaft spielen, aber ich werde wahrscheinlich trotzdem unsere Spiele schauen. Hoffentlich können wir ohne Druck spielen und einfach genießen, und eventuell ein paar Spiele gewinnen.

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