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Schnell, schneller, Nico!

January 23, 2016

Vergangenes Jahr hatte Nico einen schwierigen Einstand bei der BBU Salzburg. Diese Saison läuft es besser und der deutsche Point Guard mit österreichischen Wurzeln macht den Gegnern vor allem durch seine Geschwindigkeit ordentlich Probleme.

 

Nico, am Samstag habt ihr das „Unmögliche“ geschafft und in Wien beim amtierenden Meister, den Vienna D. C. Timberwolves, den Sieg entführt. Was hat heute den entscheidenden Unterschied gemacht?

 

Ich denke, dass der entscheidende Unterschied war, dass wir über 40 Minuten lang als Team gespielt haben. Vor allem haben wir uns nach dem Einbruch im dritten Viertel wieder fangen und dadurch das Spiel doch noch für uns gewinnen können. Ganz wichtig für den Sieg war auch die bärenstarke Leistung von Bojan und Balász.

 

Von der individuellen Leistung her hattest du mit einem Treffer bei sechs Versuchen aus dem Feld keinen ganz so glücklichen Tag. Was war los?

 

Ich habe schon am Anfang gemerkt, dass es bei mir von den Würfen einfach nicht passt. Darum habe ich mich dann darauf konzentriert, keine Fehler im Spielaufbau zu machen und gute Pässe und gute Defense zu spielen.

 

Das nächste Spiel findet am 30. Januar statt. Dann geht es in einem enorm wichtigen Spiel zuhause um 18:30 Uhr in der SH Alpenstraße gegen den direkten Playoff-Konkurrenten Radenthein Garnets. Das Hinspiel hat man sang- und klanglos mit 62:91 verloren, auch war es nach einem furiosen Saisonstart der Beginn einer längeren Niederlagenserie. Was wollt ihr diesmal anders machen?

 

Das Hinspiel war ein sehr  wildes Spiel mit vielen Fehlern unsererseits. Und durch die Verletzung von Bojan (Nasenbeinbruch, Anm. d. Red.) war dann endgültig ein Bruch im Spiel. Wir werden am kommenden Samstag einfach versuchen mit unserer Defense Radenthein das Leben schwer zu machen und unsere Fehler aus der ersten Partie zu minimieren.  Dann sollte es schon was werden mit dem nächsten Heimsieg.

 

Du bist statistisch gesehen kein Spieler, der durch besonders hohe Werte irgendwo auffällt. Allerdings kannst du brandgefährlich sein, wie deine 29 Punkte gegen Wörthersee oder deine 17 Punkte im letzten Heimspiel gegen Dornbirn – beide male Topscorer des Spiels – zeigen. Was macht deinen Spielstil aus?

 

Ich versuche meistens mit meiner Schnelligkeit gefährlich zu sein. Und wenn es gut läuft fallen auch mal ein oder zwei Dreier. Ich denke aber, ich spiele immer so, dass ich der Mannschaft helfe. Wenn ich einen Tag erwische, an dem es bei mir nicht so läuft, will ich auch keine Punkte für mich erzwingen, sondern versuche dann mit guten Pässen und meiner Verteidigung zu überzeugen. Außerdem bin ich auch noch recht jung und denke, dass ich noch viel dazulernen, beziehungsweise mir im Training einiges von Bojan abschauen kann.

 

Vor deiner Zeit in Salzburg hast du bei den Topstar Kangaroos der BG Leitershofen/Stadtbergen in der dritten deutschen Liga ProB gespielt. Damals seid ihr abgestiegen; letzte Saison musste der Wiederaufstieg in Answesenheit deines den Giants TSV 1861 Nördlingen überlassen werden, die im Moment ihre Liga aufmischen. Was glaubst du ist diese Saison drin – und welche Rolle spielt dein Bruder?

 

Ich denke, dass ihnen diese Saison - wenn alles gut läuft - der Aufstieg in die ProB gelingen kann. Sie sind momentan Erster, haben einen super Coach und ein sehr gutes junges Team. Einer von den Jungen ist mein kleiner Bruder, der mit 19 einer der jüngsten im Team ist. Er bekommt aber schon viel Spielzeit und gilt als Point Guard-Hoffnung für die kommenden Jahre.

 

Wie seid ihr zwei denn zum Basketball bekommen?

 

Das ist schon lange her. Die Leiterin unserer Krabbelgruppe meinte, dass mein Bruder für sein Alter ein sehr gutes Ballgefühl hat und doch mal beim Basketballtraining vorbeischauen soll. Und ich bin dann einfach mit *lacht*.

 

Abseits des Feldes leitest du das "Kinder gesund bewegen-Projekt", für das die BBU Salzburg Basketballtraining in Volksschulen anbietet. Hast du schon Talente entdeckt, die mal für die BBU auflaufen könnten?

 

Es sind auf jeden Fall viele basketballbegeisterte Kinder dabei. Das Projekt ist eine super Möglichkeit für die Kleinen, erste Erfahrungen mit dem orangenen Leder zu machen. Es macht sehr viel Spaß, die Kinder zu trainieren, und vielleicht sehen wir in ein paar Jahren Talente aus dem Projekt in der Bundesligamannschaft.

 

Was machst du sonst so in deiner Freizeit?

 

Ich habe leider keine verrückten Hobbies wie unser X-Faktor Jozef, der im Salzkammergut Eisbaden geht. Dafür gehe ich gerne auf Konzerte, unternehme viel mit meiner wunderbaren Freundin oder meinen Freunden und reise gerne in der basketballfreien Zeit.

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