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Jozef Krajco: Der X-Faktor

January 9, 2016

Jozef Krajco ist ein ruhiger, immer fröhlicher Typ. Am Feld kann der erfahrene Slowake aber auch anders. Er tritt zwar meist nicht groß in Erscheinung, das entspricht nicht seinem Naturell, ist aber ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Mannschaft.

 

Unverkennbar: unsere Nr. 17 mit Glatze

 

Jozef, das letzte Spiel liegt nun schon ein paar Wochen zurück. Kurz vor Weihnachten hat es mit dem angestrebten „Weihnachtswunder“ gegen Mattersburg nicht geklappt, obwohl es lange danach aussah. Was hat euch am Ende den Sieg gekostet? Und hat das die Weihnachtsstimmung getrübt?

 

So eine Niederlage ist sehr bitter und tut wirklich weh. Es hätte ein wichtiger Sieg und ein schönes Weihnachtsgeschenk sein können. Es ist schwer zu sagen was uns am Ende den Sieg gekostet hat; Mattersburg ist auf Platz Zwei in der Tabelle und hat gute Spieler. Das haben sie in der zweiten Halbzeit bewiesen, vor allem mit 50 Prozent Trefferquote von der Drei-Punkte-Linie. Nicoli hat in wichtigen Momenten drei Dreier getroffen und das hat das Spiel entschieden. Wir haben aber gezeigt, dass wir mit Mannschaften aus der Top Vier mithalten können.

 

Du hast in dem Spiel verletzt gefehlt. Wie geht es dir im Moment?

 

Ich habe noch nicht unter voller Belastung trainiert, das heißt es wird sich zeigen. Im Alltag habe ich keine Beschwerden.

 

Die nächste Partie steigt heute um 19:30 Uhr in der SH Alpenstraße gegen den Tabellenletzten Dornbirn Lions. Dort trifft man auf den ehemaligen BBU-Trainer Ljubinkovic sowie den abgewanderten, ehemaligen BBU-Kapitän Thaler. Beide kennen Salzburg gut durch ihre jahrelange Tätigkeit hier. Glaubst du, das kann euch zum Verhängnis werden?

 

Ich glaube nicht, dass es uns zum Verhängnis werden kann. In Dornbirn haben wir das Hinspiel gewonnen und wir werden alles dafür tun, dass wir diesen Erfolg wiederholen. Es wird ein wichtiges Spiel.

 

Zu Beginn der Saison hat die Kurve deiner Punkteausbeute nach oben gezeigt – danach musstest du dich mit meist 2-3 Punkten zufrieden geben. Allerdings liegst du momentan auf Platz 30 der effektivsten Spieler der Liga. Wie würdest du deinen Spielstil beschreiben?

 

Ich habe vor dieser Saison fünf Jahre lang kein Basketball gespielt. Ich will immer das tun, was für das Team am besten ist. Ich versuche immer, meine Mitspieler in besseren Positionen zu suchen, gute Verteidigung zu spielen und wenn ich frei bin, die Würfe zu nehmen.

 

Du kommst aus Poprad, der zehntgrößten Stadt der Slowakei. Sie ist bekannt für ihre Verhältnisse für Wintersport. In Österreich ist es beinahe schon Pflicht, Skifahren zu können. Wie sind denn deine Künste auf der Piste?

 

Ich bin leider kein guter Skifahrer, aber ich bin großer Fan von Marcel Hirscher und Anna Fenninger.

 

Zurück zum Basketball: du hast einen beeindruckenden Lebenslauf vorzuweisen. Du bist zweimaliger Meister und zweimaliger Pokalsieger in der Slowakei, außerdem hast du die slowakische U20 bei ihrer EM 2014 als Physiotherapeut betreut. Auch hast du mit dem eingedeutschten Anton Gavel, der momentan bei Bayern München spielt, in verschiedenen Mannschaften zusammengespielt. Wie kamst du überhaupt zum Basketball, und warum hast du vor dieser Saison 5 Jahre lang nicht mehr gespielt?

 

Als ich jung war, haben wir mit meinen Freunden alle Sportarten draußen gespielt: Fußball, Hockey, Baseball und Basketball... In der fünften Klasse der Volksschule fand eine Anwerbung für Eishockey und Basketball statt. Damals waren mir meine Schlittschuhe zu klein geworden, weshalb ich mich für Basketball entschieden habe. Die letzten Jahre konnte ich wegen meines Studiums und meiner Arbeit jedoch nicht spielen können.

 

Stichwort Arbeit - abseits des Feldes bist du, wie Kapitän Groß, Physiotherapeut. Was machst du denn, wenn du mal nicht arbeiten musst?

 

Ich bin Vollzeit angestellt als Physiotherapeut, dazu noch viermal pro Woche Training und Spiel,...für Hobbies habe ich wirklich nicht viel Zeit. Ich will jede freie Minute mit meiner wunderbaren Frau Petra verbringen. Wir gehen gerne wandern oder nur so in der Natur spazieren. Ich weiß nicht, ob es ein Hobby ist, aber ich mache eine speziell Form er "Abhärtung": Ich war im Winter schon in ein paar Seen in Ӧsterreich und der Slowakei. Mein Ziel ist es, im Winter in allen Seen des Salzkammergut zu baden.

 

Nun hat ein neues Jahr begonnen. Viele Menschen versuchen nun, gute Vorsätze für das neue Jahr umzusetzen. Möchtest du für dich in diesem Jahr auch etwas anders machen?

 

Vorsätze für das neue Jahr halten sowieso nur  ein paar Wochen. Ich will jeden Tag eine bessere Version von mir sein, also brauche ich keine Vorsätze für ein bestimmtes Datum. Ich will mich immer weiter entwickeln und fortbilden als Physiotherapeut.

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