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"Schnee kenne ich nur aus dem Fernsehen"

October 19, 2016

Guillermo Sanchez ist ein richtiger Kämpfer. Der gebürtige Spanier aus Sevilla und aktuelle Top-Scorer der BBU (22,5 Punkte im Schnitt) überzeugt nicht durch graziöse Basketballdribblings, hat aber ein sicheres Händchen und den eisernen Willen zu gewinnen. Wir haben den symphathischen jungen Mann - der Schnee nur aus dem TV kennt - zum Interview gebeten.

 

Du warst beim Heim-Auftakt gegen die DC Timberwolves der BBU-Topscorer. Warum hat das Team am Ende verloren?

 

Das war keinesfalls eines unserer besseren Spielen. Wir liefen dem Ergebnis die ganze Zeit hinterher, hatten drei Minuten vor Schluss

aber die Möglichkeit sogar in Führung zu gehen. Wir waren schlussendlich nicht clever genug und haben zu viele einfache Fehler gemacht. Positiv ist aber hervorzuheben, dass jeder bis zur Schlusssirene gekämpft hat – das nehmen wir uns für die gesamte Saison vor und schulden es unseren tollen Fans!

 

Wie kam es zum Engagement bei der BBU Salzburg?

 

Seit meinem 20. Lebensjahr habe ich immer fast im Ausland gespielt und wollte etwas anderes als in Spanien erleben. Im letzten Jahr habe ich viel über Basketball in Österreich gelesen und anschließend selbst BBU-Obmann Harald Bründlinger kontaktiert. Während einer Europa-Rundreise im Sommer habe ich Salzburg und den Verein besucht. Sie haben mir direkt vertraut, obwohl sie mich noch nie spielen gesehen haben. Dieses Vertrauen will ich nun am Court zurückzahlen.

 

Was weißt du über Basketball in Österreich?

 

Ich habe mich bereits viel informiert und jede Woche die Spielberichte gelesen. Basketball ist noch keine der beliebtesten Sportarten in Österreich und in einigen Bereich herrscht noch Entwicklungsbedarf. Ich habe selbst eine Nachwuchs-Trainerlizenz und will neben mein Wissen neben der Tätigkeit als Spieler als Jugendcoach bei der BBU Salzburg weitergeben.

 

Wie kannst du der BBU am Court helfen? Was sind deine Ziele?

 

Ich versuche zu helfen wo und wie ich nur kann und will jeden Tag besser zu werden. Die BBU engagiert sich in Salzburg viel im sozialen Bereich, es ist sehr wichtig für mich als gutes Beispiel voranzugehen und auch als Vorbild zu wirken. Persönlich möchte ich neben meiner Weiterentwicklung die Zeit mit Teamkollegen und Freunden genießen. Denn wenn man nur langfristig denkt, verpasst und übersieht man leicht die kleinen Dinge im Alltag. Und wer weiß, vielleicht bleibe ich ja auch länger in Salzburg.

 

Wo liegen deine Stärken und Schwächen?

 

Meine Stärke ist meine Leidenschaft und dass ich sowohl den Wettbewerb und die Konkurrenz liebe. Ich gebe immer alles, um ein Spiel zu gewinnen. Aber ich muss noch an meiner Konzentration arbeiten, um 40 Minuten hellwach am Court zu sein.

 

Wie ist das Training mit neuem Headcoach und Teamkollegen?

 

Ich dachte ehrlich gedacht, dass die Anpassung länger dauern und härter sein würde. Ich habe mich von der ersten Minute an zur Gruppe zugehörig gefühlt – jeder achtet auf den anderen und versucht zu helfen, wo es nur geht. Unsere Teamchemie ist ausgezeichnet, wir sind alle miteinander gut befreundet. Das ist nicht selbstverständlich, wenn ein Team im Sommer zusammengewürfelt wird.

 

Wie verbringst du deine Freizeit?

 

Ich hänge gern in der Altstadt ab, sei es zum Essen oder zum Spazieren. Derzeit lerne ich auch viel Deutsch, weil es mir sehr wichtig ist die Sprache zu lernen und Kultur zu verstehen.

 

Was gefällt dir besonders an Salzburg?

 

Salzburg ist für mich sehr interessant, weil es so anders als meine Heimatstadt Sevilla ist. Man kommt überall so schnell hin und ich freue mich schon auf den ersten Schnee, denn den habe ich in meinem ganzen Leben noch nie live erlebt.

 

Danke für das Gespräch!

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