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Geballte Erfahrung aus Griechenland

December 19, 2018

Im Sommer kam mit Dimitris Mouratoglou aus der zweiten griechischen Liga zur BBU Salzburg. Was er beim anstehenden Spiel als Kapitän von seiner Mannschaft erwartet, und wie er Weihnachten verbringen wird, erzählt er im Interview mit Lorenz Ruppert.
 

Dimitris, nach einem fantastischen Start diese Saison hatte die BBU in den letzten Wochen Probleme und steht jetzt auf Tabellenplatz Zehn, trotz Playoff-Ambitionen. Was ist schiefgelaufen nach den ersten Siegen?

Wir hatten tatsächlich einen super Start, auch wenn wir ein paar schlechte Phasen zwischendrin hatten. Das haben wir aber nicht in den Griff bekommen, und unsere Gegner haben das in den folgenden Spielen ausgenutzt.

Am Samstag habt ihr gegen die Basket Flames als einen der Hauptkonkurrenten um die Playoffs verloren, auch aufgrund von zahlreichen krankheitsbedingten Ausfällen. Wie siehst du das letzte Spiel, und was erwartest du als Kapitän von der Mannschaft für das zweite Spiel gegen die Flames?

Unglücklicherweise hatten wir in den letzten zwei Wochen einige Probleme, weshalb wir nicht so trainieren konnten wie wir es gerne gehabt hätten. Zum letzten Spiel gibt es nicht viel zu sagen. Wir konnten die erste Viertelstunde mithalten. Ich glaube, dass das zweite Spiel ein ganz anderes wird wenn jeder gesund ist. Wir verlieren nicht gerne, und wir müssen im zweiten Spiel mit Stolz auftreten.

Du warst in Griechenland lange Zeit Profi, inklusive einiger Nominierungen zu einem der besten griechischen Spieler in den jeweiligen Ligen. Letztes Jahr hast du dein Team Charilaos zum zweiten Platz in der zweiten griechischen Liga geführt. Wie hat dich dein Weg nach Salzburg geführt?

Letztes Jahr war super für mich und mein Team, auch wenn die Situation in den letzten Jahren in Griechenland nicht gut gewesen ist, wie man vielleicht mitbekommen hat. Deshalb musste ich schauen, wie es für micht weitergeht. Das, inklusive ein paar persönlicher Gründe, hat mich dazu gebracht nach Österreich zu kommen.

Wie bist du denn zum Basketball gekommen?

Die Kurzfassung: ich hatte einen Basketballplatz vor meiner Haustüre. Als ich mit sieben Jahren meinen ersten Korb gemacht habe, da wusste ich, dass dies genau das ist, was ich machen will.

Griechenland ist bekannt für sein gutes Nationalteam, sowie Spieler wie Spanoulis, Diamantidis etc. Seit einigen Jahren auch für den "Greek Freak" Giannis Antetokounmpo. Offensichtlich gibt es dort ein gutes Nachwuchsprogramm. Wie unterscheidet sich der griechische Basketball vom österreichischen, und was kann Österreich von deren Programm lernen?

Basketball ist in Griechenland landesweit die Sportart mit den größten Erfolgen, was wohl einer der Hauptgründe ist, weshalb kleine Kinder Basketball spielen wollen. Ein weiterer Grund ist, dass wir viele TrainerInnen haben, die Kinder die Grundlagen von Basketball beibringen können, was sehr wichtig ist. Von dem, was ich bis jetzt gesehen habe, unterscheidet sich Griechenland insofern, als dass es dort einen viel größeren Pool an Kids gibt, die auf einem höheren Niveau spielen wollen, und sie sehen Basketball eher als Lebensstil. Ich glaube hier in Österreich sehen die Kinder es eher als Hobby. Ich kann tatsächlich nur Gutes darüber sagen kann, wie gut die Ligen hier organisiert sind. Das fehlende Puzzleteil ist vielleicht der ausstehende internationale Erfolg eines Erstligateams oder der Nationalmannschaft, durch den kleine Kinder etwas hätten, wohin sie aufschauen könnten.

Es ist hier zwar nicht so warm wie in Griechenland, aber wie gefällt dir Salzburg?

Das Leben in Salzburg ist super, abgesehen vom schlechten Wetter, das ich schon vermisse an Griechenland. Die Lebensqualität ist hier in einer Stadt, die immer lebendig ist, sehr hoch.

Wo wirst du Weihnachten verbringen, und was sind deine Wünsche für das neue Jahr?

Ich werde Weihnachten so wie letztes Jahr hier in Salzburg verbringen, was ich sehr genossen habe. Für das nächste Jahr wünsche ich mir, dass jeder einfach gesund ist, und für meine Mannschaft, dass wir einen Weg in die Playoffs finden und dass wir am Ende der Saison so glücklich wie möglich sind. Auch wäre es toll, wenn durch unsere Anstrengungen auf dem Spielfeld mehr Leute zum Zuschauen kommen würden, und dass wir kleine Kinder dazu inspirieren können Basketball zu spielen.

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