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Tomasz Mucha im Interview

April 13, 2019

Er bekommt zwar nicht so viel Spielzeit, ist aber trotzdem immer ready und weiß seine Einsätze zu nutzen. Unsere #19, Tomasz Mucha, ist neben seinen Zweitligaeinsätzen zudem auch im Hintergrund sehr aktiv für den Verein. Was er über die letzten Playdown-Spiele denkt, welche Hobbies er hat, und was er zu Dirk Nowitzki zu sagen hat, hat er Lorenz Ruppert im Interview verraten.

 

 

Tomasz, am Samstag konntet ihr endlich den ersten Sieg gegen KOS in dieser Saison feiern. Was hat diesmal den Unterschied gemacht?

 

Ja, es hat lange gedauert, bis wir in dieser Saison KOS schlussendlich besiegt haben. Im letzten Spiel haben wir seit der ersten Minute gut verteidigt, Engagement als Team gezeigt und unnötige Fehler in der Offense vermieden. Das hat in Klagenfurt gefehlt. Zusätzlich haben die Gäste in den ersten Vierteln viele Würfe verpasst, was das Spiel für sie noch schwieriger machte.

 

 

Damit habt ihr ja auch den Ligaerhalt geschafft. Welches Ziel habt ihr jetzt für die letzten beiden Spiele, bzw. wie haltet ihr die Motivation aufrecht?

 

Es sind noch zwei Spiele übrig, und auf alle Fälle möchten wir die Saison 2018/19 mit zwei weiteren Siegen beenden. Die Niederlage nach der Verlängerung in der ersten Runde in Eisenstadt war sehr bitter für uns und blieb für lange Zeit in unseren Köpfen. Eine gute Leistung in der Defense und Konzentration über 40 Minuten sind die wichtigsten Faktoren für ein guter Ergebnis. Deutsch-Wagram kämpft in jedem Spiel um einen Sieg, und es wird keine leichte Partie in Salzburg am 20. April. Da müssen wir auch in den ersten Minuten konzentriert und aggressiv spielen.

 

 

Am Sonntag spielt ihr auswärts in Eisenstadt beim BBC Nord. Im Auswärtsspiel der regulären Saison habt ihr knapp verloren. Die perfekte Gelegenheit für eine Revanche?

 

Ja, ich freue mich schon auf die Revanche. Die Niederlage im Oktober war sehr bitter und hat uns viele Nerven gekostet. Wir haben gegen den BBC im ersten Spiel des Play-Downs gezeigt, was für Potential in unserer Truppe steckt, und das möchten wir auch am Sonntag zeigen.

 

 

Du selbst kommst als Bankspieler eher weniger zum Einsatz. Aber du bist schon seit einigen Jahren fester Bestandteil des Teams. Welche Rolle nimmst du im Teamgefüge als zweitältester Spieler ein?

 

Ich versuche immer 100% von der Bank auf's Spielfeld zu bringen, egal wie viel Spielzeit ich kriege. Ich unterstütze die Jungs in jedem Training und Spiel; die Saison dauert lange und wir müssen zusammenhalten als ein Team. Als zweitältester Spieler versuche ich die jüngeren Spieler zu motivieren, vor allem in schwierigsten Momenten.

 

 

Gebürtig kommst du aus Polen, genauer aus Kattowitz. Wie hat dich dein Weg zum Basketball, und schlussendlich zur BBU geführt?

 

Ja, ich habe mit Neun mein Abenteuer Basketball in MOS Katowice angefangen, dann habe ich durch alle Alterskategorien in Katowice für MOS, UKS27 und Mickiewicz Katowice bis die zweite Liga in Polen gespielt. Mein größter Erfolg in Polen als Nachwuchsspieler war der vierte Platz mit meinem U19-Team mit Mickiewicz. Wir hatten eine einzigartige, starke Mannschaft und haben das Halbfinale sehr knapp in den letzten Minuten gegen Slask Breslau verloren. Mit 21 fuhr ich nach Frankreich zum Studieren, wo ich für A.S. Beaumarchais Lyon Basket und COLMAR Alsace spielte. Hinzu kommt noch ein halbes Jahr an der Universität in Bukarest, wo ich auch nebenbei spielte. Nach dem Studium kehrte ich zurück nach Polen, bzw. Krakau und Kattowitz, wo ich die letzten Saisonen vor der Ankunft nach Salzburg verbrachte.

 

 

Auch nimmst du regelmäßig an Streetball-Turnieren teil. Wo siehst du sportlich den größten Unterschied zum klassischen Vereinsbasketball, und was macht den besonderen Flair aus?

 

Ja, Streetball ist eine gute Alternative zwischen den Saisonen zu spielen und in Form zu bleiben. Letztes Jahr habe ich sogar drei Turniere in Österreich gewonnen. Beim Streetball spielt man weniger Systeme, sogar mehr 1 on 1, und man muss hart um jeden Zentimeter des Spielplatzes kämpfen. Die Erfahrungen aus Basketballspielen in der Halle und aus Streetball beeinflussen sich gegenseitig, was ich für eine großen Vorteil halte. Draußen spielen macht auch einfach viel Spaß über den Sommer!

 

 

Was hast du noch für Hobbies?

 

Generell liebe ich Sport, neben Basketball. Im Winter gehe ich gerne Snowboarden; Flachauwinkl ist mein liebstes Snowboardgebiet. Im Sommer mache ich gerne Wakeboarding, gehe schwimmen und fahre gerne Rad.

Meine große Liebe ist auch die Musik. In meiner Freizeit gehe ich gerne auf Konzerte, sammle CDs und Schallplatten. Von meinen Eltern habe ich eine schöne Schallplattensammlung übernommen mit einigen Stücken aus dem 80ern. Ich höre am liebsten Hip-Hop aus Polen, USA und Frankreich, aber auf meiner Playliste findet man auch andere Musikarten wie Grime oder Reggae.

Was mir auch viel Freude bereitet ist Reisen. Ich mag es, neue Kulturen, Sprachen und Leute kennenzulernen. Mein Traumziel Nummer 1 ist derzeit Jamaica. Gerne entdecke ich aber auch neue Orte in Österreich und Deutschland. Ich wohne in Salzburg seit fast drei Jahren und finde immer was Neues und Faszinierendes.

 

 

In der Nacht zum Donnerstag hat einer der größten europäischen Basketballer aller Zeiten, Dirk Nowitzki, seine Karriere beendet. Wie siehst du den europäischen Basketball im Vergleich zu jenem in den USA?

 

Ja, Wunderdirk ist im Laufe seiner langen Karriere eine Ikone geworden. Ich habe beim Training am Donnerstag ein Trikot mit seinem Namen angezogen. Er hat der Welt gezeigt, was Basketball aus Europa zu bieten hat, und dank unter anderem Dirk hat sich die NBA für die Europäer weiter geöffnet. In den letzten Jahren gewinnt der europäische Basketball an Bedeutung und beeinflusst ihn in den USA. Luka Doncic, Kristaps Porzignis oder Lauri Markkanen sind die besten Beispiele. Ich bin der Ansicht, dass sich Basketball in den nächsten fünf bis zehn Jahren weiter globalisiert und der Unterschied zwischen beiden Kontinenten immer kleiner wird.

 

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