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Interview mit Kazuhiko Yokoyama

March 20, 2020

Er ist der erste Japaner in Österreichs Basketball-Topligen, unglaublich sympathisch und ein echter Kämpfer: Kazuhiko "Kaz Money" Yokoyama. Die Saison wurde nun offiziell beendet, daher nehmen wir uns nochmal Zeit für den Mann, dessen Unterschenkel so groß sind wie manch einer Kopf.

 

 

Kazuhiko, das Corona-Virus hat uns alle fest im Griff. Am Montag wurde die Saison offiziell vorzeitig beendet. Wie hast du die Nachricht aufgenommen?

 

"Ich hätte nich damit gerechnet, dass die Saison so unglücklich und so früh zu Ende geht. Aber ers geht um unser aller Sicherheit und Gesundheit, und die hat oberste Priorität. Es war die richtige Entscheidung."

 

 

Du wirst am Freitag zurück in deine Heimat nach Japan fliegen. Wie geht es dort weiter für dich?

 

"Ich habe ein Jobangebot von einer kleinen Halle in Gifu erhalten, bei dem ich Kids coachen werde und das Ganze leite. Dort werde ich ab April arbeiten. Dort kann ich dann auch trainieren wann immer ich will."

 

 

Mit der Basketballunion Salzburg hast du trotz Traumstarts nach unglaublichem Verletzungspech die Play-Offs verpasst. Warum, glaubst du, hat es am Ende nicht gereicht?

 

"Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Alles was ich sagen kann ist, dass es für alle eine schwierige Situation war, weil wir immer trotz so weniger Spieler sehr hart trainiert haben. Ich denke diese Personalsituation war am Ende einer der Gründe."

 

 

In den Play-Downs hat die BBU dann noch einmal gezeigt, was bei einem halbwegs kompletten Kader möglich ist. Es gab die Revanche auswärts gegen KOS, bei Innsbruck, und zuhause konnte man die UDW Alligators dominieren. Was macht die Mannschaft aus?

 

"In den Play-Downs konnten wir die Anweisungen des Trainers sehr gut befolgen und unser System gut spielen. Dadurch konnten wir uns revanchieren und auch dominieren."

 

 

Wenn man sich deine Statistiken ansieht, dann gleichen sie einer Achterbahn. Mal hälst du dich im Angriff zurück, mal läufst du offensiv richtig heiß. Aber du bist defensiv immer der Anker der Mannschaft. Wie würdest du deinen Spielstil beschrieben?

 

"Ja, ich habe sie auch schon wie eine Achterbahn wahrgenommen. Ich bin bei weitem kein perfekter Spieler, aber ich lerne immer aus Spielen und versuche umzusetzen, was der Trainer von mir im Training sehen will. Die Verteidigung war schon immer mein Fokus seit ich klein war. Weil ich so klein bin muss ich gegen größere Spieler jede Minute so hart verteidigen wie ich kann. Darauf konzentriere ich mich in jedem Spiel."

 

 

Wann und wo hast du mit Basketball angefangen, und wie bist du dazu gekommen?

 

"Ich habe mit sechs Jahren in Japan angefangen. Meine beiden größeren Brüder spielen auch, und es sah für mich so spannend aus, dass ich mit ihnen spielen wollte."

 

 

Du selbst bist ja Publikumsliebling und strahlst eine große Sympathie aus. Was ist dein Lebensmotto?

 

"Zuallererst will ich unseren Unterstützern danken. Die Zuschauer helfen uns so sehr bei jedem Heimspiel. Ohne sie hätten wir nicht so gut spielen können. Auch danke, dass alle nach dem Spiel immer so nett zu mir sind und mich loben; das werde ich nie vergessen. Mein Lebensmotto ist: motiviere Leute und lass sie denken "Ich könnte es schaffen!". Der Kopf treibt mich dazu, alles im Leben auszuprobieren."

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